DAS PROJEKT „LEBENSRAUM BURG“

Was macht die Nürnberger Kaiserburg als Lebensraum für Tiere und Pflanzen interessant? Das Bauwerk liegt schließlich mitten in der Altstadt und wird tagtäglich von tausenden Touristen besichtigt.

Nicht gerade die ideale Voraussetzung für einen Lebensraum, und doch bietet die Burg genau das: Mit ihren Kellern, Mauern und Türmen stellt sie Nischen für Tiere und Pflanzen zur Verfügung. Und zahlreiche Arten nutzen diese speziellen Lebensräume, leben mit und unter uns – oft inkognito.

"Lebensraum Burg" möchte den Blick auf Artenvielfalt, Lebensraumvielfalt und die Wechselbeziehungen zwischen beiden lenken. Auf relativ engem Raum präsentiert sich auf dem Nürnberger Burgberg ein kleinteiliges Netz aus offenen und versiegelten Flächen, aus Gärten und Brachen, aus Felsen, Mauern, Nischen und Höhlen.

Mit den vorliegenden umfangreichen Daten wurden klare Aussagen zum Vorkommen und der Häufigkeit von Pflanzen und Tieren gemacht. Dazu gehören auch konkrete Vorschläge, wie diese ganz unterschiedlichen Lebensräume erhalten oder optimiert werden können. Eine wichtige Aufgabe ist nun, die Vorschläge umzusetzen.

Hierfür genügen oft schon geringfügige Veränderungen oder aber auch das Belassen von z.B. Höhlen, Ritzen und Nischen im Mauerwerk. Auch die unterschiedlichen Nutzungen spielen eine wichtige Rolle für den Erhalt der Lebensräume.


Das Projekt „Lebensraum Burg“ wurde 2010 von der Abteilung Umweltplanung des städtischen Umweltamtes (bis 2012 Projektträger) und der Regierung von Mittelfranken konzipiert. Es wird seitdem gemeinsam mit weiteren Partnern umgesetzt.

Die Förderung des Projektes zur Umsetzung der Bayerischen Biodiversitätsstrategie erfolgt durch die Regierung von Mittelfranken aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit. Konzeption, Projektmanagement und Koordination der Maßnahmen erfolgen ebenfalls durch die Regierung von Mittelfranken im Rahmen des Biodiversitätsprogramms Bayern 2030 (pdf/15MB).

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