Der Brutplatz unserer Wanderfalken befindet sich bereits seit 2013 im Sinwellturm der Nürnberger Kaiserburg. Damit Sie das Verhalten der Wanderfalken und deren Brut ganz aus der Nähe und rund um die Uhr beobachten können, ohne die Tiere zu stören, haben wir zwei Webcams installiert. Eine Webcam zeigt den Innenraum des Nistkastens, die andere das an den Nistkasten anschließende Abfluggitter mit Blick über die Stadt Nürnberg.
Melden Sie uns Ihre Beobachtungen direkt unter Sichtungen, gerne mit Screenshot oder Foto. Dort finden Sie auch die aktuellen Meldungen anderer Wanderfalkenfa
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Wir wünschen viel Freude beim Beobachten der Wanderfalken und freuen uns auf Ihre Sichtungsmeldungen!
Am heutigen Weltbienentag geht es darum, auf die wahrscheinlich kleinsten gehaltenen Nutztiere und ihre wilden Verwandten aufmerksam zu machen. Denn mit der Bestäubung leisten sie einen für Menschen sehr wichtigen Beitrag zur Nahrungsmittelproduktion. Und das ganz ohne Bezahlung und ohne eine Gegenleistung einzufordern. Dabei wäre das durchaus angebracht, denn viele Wildbienenarten stehen auf der Roten Liste und sind somit gefährdet bis zu vom Aussterben bedroht oder sogar schon ausgestorben. Das liegt daran, dass viele Wildbienen auf wenige und teilweise seltene Pflanzen spezialisiert sind, die nur unter bestimmten Bedingungen wachsen können. Gibt es in der Landschaft keine geeigneten Wuchsstandorte für diese Pflanzen oder werden sie zu früh gemäht, so gibt es auch die Wildbienenart nicht. Die wachsenden Bestände der Honigbiene sind ebenfalls kontraproduktiv. Denn Honigbienen zählen zu den Generalisten, was bedeutet, dass sie Pollen von vielen Pflanzen nutzen können. Ist ein Bienenstock in der Nähe von einem Standort mit für eine Wildbienenart nutzbaren Pflanzen, kann es vorkommen, dass die Honigbienen diesen Standort schon 'leergeräumt' haben, bevor ihn die Wildbienen nutzen können.
Wenn Sie noch mehr zu ökologischen Zusammenhängen wissen möchten, Sie sich für die Artenvielfalt auf der Kaiserburg interessieren oder auch einfach mal aus Ihrem Alltag rauskommen wollen, dann melden Sie sich doch für die Führung 'Von Amsel bis Zikade' am Freitag, den 22.5.2026 ab 16:00 Uhr an (Anmeldung bis 21.05. möglich). Weitere Informationen finden Sie unter Termine und hier kommen Sie zur Anmeldung. Noch gibt es ein paar Plätze.
Gestern Abend ist auch der Dritte der Jungvögel ausgeflogen und hat sich zu seinen Geschwistern gesellt. Damit beginnt nun für alle drei die sogenannte Bettelflugperiode. Das bedeutet, dass sich die Jungvögel weiterhin in Horstnähe aufhalten werden. Dabei werden sie auch nach wie vor von den Altvögeln mit Nahrung versorgt. In den kommenden Wochen, wenn die Flugmuskulatur der Jungfalken ausreichend stark ist, werden die jungen Falken noch das Jagen lernen.
Nicht nur der Nachwuchs der Wanderfalken verlässt momentan das Nest. Auch andere Tiere, teilweise mit, teilweise ohne Flügel, von winzig klein bis fingergroß, schlüpfen aus Eiern, Puppen oder graben sich aus der Erde aus. Die Rede ist von Insekten. Aber warum gehört eigentlich der Schmetterling und auch die Heuschrecke dazu, obwohl sie so unterschiedlich aussehen? Was für eine Rolle spielen Insekten in unserem Ökosystem? Und was haben die Sechsbeiner eigentlich mit Wanderfalken zu tun? Antworten auf diese und weitere Fragen bekommen Sie am 20.5., dem Weltbienentag zwischen 16:00 Uhr und ca. 17:30 Uhr bei der Insektenführung. Eine Anmeldung ist bis Montag möglich. Noch sind ein paar wenige Plätze frei.
Heute kurz nach 6 Uhr hat der zweite Jungvogel den Horst verlassen. Auch er wird die nächste Zeit am Dach des Sinnwelturms unterhalb des Anfluggitters oder auf den Dächern in der Umgebung verbringen und weiter von den Altvögeln versorgt. Wie lange es wohl der dritte im Bunde noch im Horst aushalten wird?
Heute war es soweit: der erste Jungvogel hat den Horst verlassen. Was vielleicht wie ein Absturz aussah, ist nicht weiter gefährlich. Mit ihrem Jugendkleid können die Jungvögel schon problemlos Gleitflüge machen. Nur die Flugmuskulatur ist noch nicht ausreichend ausgebildet, um direkt wieder zum Horst hochzufliegen. Laufen klappt ja schließlich auch nicht gleich auf den ersten Versuch. In den nächsten Tagen werden sich die juvenilen Wanderfalken hauptsächlich auf dem Dach unterhalb des Sinwellturms aufhalten. Je stärker sie sind, desto häufiger fliegen sie auch zu den umliegenden Dächern, bis sie es schließlich auch wieder in den Horst schaffen. Sollten Sie ein Jungtier irgendwo sitzen sehen, lassen Sie es am besten einfach sitzen und halten Sie genügend Abstand, um das Tier nicht unnötig unter Stress zu setzen. Denn auch nach dem Verlassen des Horstes stehen die jungen Wanderfalken in Kontakt zu den Altvögeln und werden weiterhin mit Nahrung versorgt. Wann wohl der zweite Jungvogel den Horst verlässt?
- update 16 Uhr - Der heute ausgeflogene Jungvogel hat es wieder zurück zum Sinwellturm geschafft und sitzt unterhalb des Abfluggitters. Ein Altvogel sitzt in Sichtweite, sodass wir davon ausgehen, dass der Jungvogel wie in den letzten Jahren auch außerhalb des Brutplatzes versorgt wird.