Die Artenvielfalt im Lebensraum Burg ist ausgesprochen groß. Rund 1950 Arten aus Flora und Fauna wurden hier nachgewiesen. Wir stellen Ihnen hier einige Arten vor, über deren Vorkommen wir uns besonders freuen oder sogar staunen.

 

Fledermäuse

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Allgemeines:
Der Abendsegler gehört zu den Fledermausarten, die über sehr weite Strecken ziehen.

Lebensraum:
Er ist überwiegend eine Baum bewohnende Fledermausart, die im Gebiet auch gerne Hohlräume hinter Fassaden hoher Gebäude als Winterquartier nützt. Zur Balz besetzen die Männchen Baumhöhlen und locken Weibchen an. Alle Quartiere, auch die Balzhöhlen, haben eine hohe Tradition.

Standort Burg:
Vereinzelt können Abendsegler bei Überflügen und beim Jagen beobachtet werden. Allerdings gibt es wohl keine oder eine sehr geringe Zahl von Quartieren mit wenigen Tieren im Bereich der Kaiserburg. Die registrierten Überflüge und die vereinzelte Jagdaktivität zeigen jedoch, dass die Abendsegler das Gebiet kennen. Die Anbringung von Fledermauskästen könnte dafür sorgen, dass der Abendsegler auf der Kaiserburg heimisch wird.

Abendsegler | ©  Dr. Detlev Cordes

Allgemeines:
Die Bartfledermaus (früher Kleine Bartfledermaus) ist einer der kleinsten Vertreter aus der Gattung der Mausohren.

Lebensraum:
Die Bartfledermaus ist bezüglich ihrer Lebensweise sehr anpassungsfähig. Stabile Populationen scheinen aber an das Vorhandensein von Waldflächen gebunden zu sein. Die Art bezieht im Sommer überwiegend Spaltquartiere an Bäumen, in Vogelnistkästen und Hausverkleidungen. Den Winter verbringt die Bartfledermaus in unterirdischen Quartieren wie Höhlen und Kellern.

Standort Burg:
Lange Zeit gab es keinen Hinweis auf ein Vorkommen der Bartfledermaus auf der Kaiserburg. Doch im August 2011 gelang je eine Aufnahme einer Rufsequenz beim Bürgermeistersteg (Graben) und im Burggarten bei der Rosenanlage (untere Bastion). Einzelquartiere in Spaltquartieren, etwa hinter Fensterläden, aber auch Wintervorkommen, sind anzunehmen.

Bartfledermaus - Myotis mystacinus | © Bettina Cordes

Allgemeines:
Das Braune Langohr ist in Europa flächendeckend verbreitet und gehört hier wohl zu den häufigsten Fledermausarten. Dank der sehr großen Ohren und breiten Flügel ist das Braune Langohr ein sehr geschickter und wendiger Flieger – hilfreich beim Jagen in unterschiedlichen Gebieten. Langohren sammeln auch sitzende Beutetiere etwa von Blättern oder Rinde ab (Jagdtyp des "gleaners").

Lebensraum:
Im Sommer wählen die Tiere Dachböden, aber auch Baumhöhlen und ersatzweise Nistkästen als Quartier. Den Winter verbringen Braune Langohren überwiegend in Höhlen und Kellern.

Standort Burg:
Vermutlich befinden sich die Sommerquartiere und Wochenstuben in höherer Zahl in Baumhöhlen und sind schwer nachzuweisen. Auf dem Gelände der Kaiserburg wurde zuletzt 1998 ein Tier im Winterquartier in den Kasematten gefunden. Augenzeugenberichten zufolge sollen früher auf dem Dachboden des Burgamtmanngebäudes "langohrige Fledermäuse" gewohnt haben. Zudem wurde bestätigt, dass auf dem Boden regelmäßig abgebissene Schmetterlingsflügel gefunden wurden – ein untrüglicher Hinweis auf den Besatz mit Langohren. 2011 konnten Rufe eines wahrscheinlich Braunen Langohrs im Burggarten in der Nähe des Kasematteneingangs aufgezeichnet werden. Man kann davon ausgehen, dass es eine kleine ganzjährige Population auf dem Gelände der Kaiserburg gibt.

Braunes Langohr | ©  Dr. Detlev Cordes

Allgemeines:
Das Graue Langohr, 1960 von Bauer als eigenständige Art vom Braunen Langohr unterschieden, wird in Mitteleuropa seltener gefunden als die Schwesterart. Die sehr großen Ohren und die breiten Flügel, die das Graue Langohr zu einem sehr manövrierfähigen Flug befähigt, weisen die Art als strukturnahen Flieger und Jäger aus. Langohren sammeln auch sitzende Beutetiere etwa von Blättern oder Rinde ab (Jagdtyp des „gleaners“).

Lebensraum:
Die gefundenen Sommerquartiere und auch die Wochenstuben befanden sich überwiegend in Dachböden von Kirchen (in Bayern 74%, Meschede & Rudolph 2004), den Winter verbringen die Tiere in Höhlen und Kellern.

Standort Burg:
Vom Grauen Langohr gibt es nur sehr wenige gesicherte Hinweise aus dem Nürnberger Stadtgebiet. Relativ aktuell ist der Fund je eines überwinternden Exemplares in den Kasematten der Kaiserburg (1989 Cordes & Rudolph, 1998 Cordes & Hammer). Darüber hinaus existieren lediglich Hinweise auf Bestände im Keller am Schmausenbuck (Kraus & Gaukler, Tiergarten). Es ist davon auszugehen, dass es auf dem Gelände der Burg eine, wenn auch vermutlich sehr kleine, Winterpopulation des Grauen Langohrs gibt. Im Sommer gelang offenbar noch kein einziger sicherer Nachweis im gesamten Stadtgebiet.

Graues Langohr | ©  Dr. Detlev Cordes

Allgemeines:
Die Mopsfledermaus gehört zu den Fledermausarten, die über weite Strecken ziehen, das Jagdgebiet hat einen Radius von bis zu fünf Kilometern.
Sie ernährt sich von kleinen Insekten, die sie in Wäldern oder in der Nähe von Wäldern jagt.

Lebensraum:
Die Sommerquartiere von Einzeltieren und Wochenstuben liegen meist in Waldgebieten und sind dort vor allem hinter abstehender Rinde von absterbenden oder toten Bäumen, seltener auch in Baumhöhlen oder -spalten zu finden. Die Quartiere werden regelmäßig, manchmal auch täglich, gewechselt. 
Sekundäre Quartierstandorte für die Mopsfledermaus können Gebäudespalten in dörflichem Umfeld oder an Einzelgebäuden sein, wo sie hinter Holzverkleidungen, Fensterläden und überlappenden Brettern an Scheunenwänden Schutz sucht. 
Die Mopsfledermaus ist ein sehr kälteresistentes Tier und bezieht ihre Winterquartiere erst bei starkem Frost, dann bewohnt sie die Eingangsbereiche unterirdischer Plätze, wie Stollen, Gewölbe und Keller. 

Standort Burg:
Lange Zeit gab es keinen Hinweis auf ein Vorkommen der Mopsfledermaus auf der Kaiserburg. Im September 2019 wurde sie erstmals auf der Kaiserburg im inneren Burghof am Zugang zum Nordzwinger beobachtet.

Mopsfledermaus | © Bettina Cordes (dipl. Biol. univ.)

Allgemeines:
Diese kleine Art ist erst seit den 90er-Jahren des letzten Jahrhunderts bekannt. Durch Beringungsstudien unter anderem in Sachsen und Nürnberg gibt es eindeutige Hinweise darauf, dass die Mückenfledermaus Strecken von vielen 100 km wandern kann.

Lebensraum:
Diese kleinste in der Region beheimatete Fledermaus bewohnt im Sommer und auch überwiegend im Winter in erster Linie Spaltquartiere und kleine Höhlen an Gehölzen. Allerdings wird sie, vor allem im Winter, auch in Spalten an Häusern gefunden. Im Nürnberger Stadtgebiet wurden mehrere Winterquartiere sowohl in Gebäuden als auch in Bäumen entdeckt. Zudem wurden Balzquartiere in Vogelkästen und Baumhöhlen gefunden.

Standort Burg:
Indizien weisen darauf hin, dass es auf dem Gelände der Kaiserburg eine Population der Mückenfledermaus gibt. Deutlich ist erkennbar, dass Mückenfledermäuse nur in der Ausflugzeit und kurz danach nachzuweisen waren. Solche Verhältnisse sprechen deutlich für die Nähe eines Zwischenquartiers. Ein Winterquartier wurde noch nicht nachgewiesen.

Mückenfledermaus | © Bettina  Cordes

Allgemeines:
Das Balzverhalten ist ähnlich dem des Abendseglers, das heißt, das Männchen besetzt eine Baumhöhle und lockt die Weibchen an. Trotz ihrer geringen Körpergröße legen Rauhautfledermäuse weite Strecken zurück.

Lebensraum:
Diese große Art ist ursprünglich eine reine Waldfledermaus. Ihre Quartiere hat sie in Baumhöhlen und Spaltquartieren (etwa hinter Rinden). Fortpflanzungsquartiere wurden in Bayern auch an Gebäuden hinter Holzverkleidungen gefunden. Im Winter werden die Tiere zuweilen bei Baumfällungen tief im Mulm verkrochen entdeckt. Ein weiteres klassisches Winterquartier sind Brennholzstapel.

Standort Burg:
Aktuell gelangen auf der Kaiserburg fünf Aktivitätsnachweise von Rauhautfledermäusen im Überflug. Die Art befliegt vor allem im Frühherbst die Kaiserburg; es sollten kleine Quartiere und Einzelquartiere der Art in den geeigneten Bäumen zu finden sein. Auch Winterquartiere der Rauhautfledermaus in Baumhöhlungen sind nicht auszuschließen.

 Rauhautfledermaus | © Bettina Cordes

Lebensraum:
Die ursprünglich wohl Felsen bewohnende Art hat ihren Verbreitungsschwerpunkt im Osten Bayerns. Dort finden sich auch die Quartiere vorwiegend in Spalten an Gebäudefassaden. Den Winter verbringen die sehr kälteresistenten Fledermäuse in Felsenspalten oder an Gebäuden.

Standort Burg:
Funde zeigen, dass die Zweifarbfledermaus im Winter in Nürnberg nicht selten ist. Überwinternde Einzeltiere und kleine Gruppen sind aber nur durch Zufall zu entdecken. Auf dem Gelände der Kaiserburg wurden zwei Einflüge von Zweifarbfledermäusen in die Jugendherberge Kaiserstallung in der Winterzeit beobachtet. Aktuell gelang die Aufnahme einer Rufsequenz an der nordexponierten Burgmauer. So ist es wahrscheinlich, dass es eine kleine Winterpopulation auf dem Gelände der Kaiserburg gibt.

Zweifarbfledermaus | © © Dr. Detlev Cordes

Allgemeines:
Die Zwergfledermaus gehört zu den kleinsten und häufigsten Fledermäusen in Europa. Als ursprünglich wohl Felsspalten bewohnende Art hat diese äußerst anpassungsfähige Fledermaus den Lebensraum des Menschen besiedelt. So ist die Zwergfledermaus wohl in jedem Dorf und jeder Stadt zu finden.

Lebensraum:
Im Sommer wird die Zwergfledermaus überwiegend hinter Verkleidungen, Spalten, Fenster- und Türstöcken, an Fassaden und in Lücken an Flachdächern u.ä. gefunden. Auch geht man davon aus, dass die Art nach wie vor auch "natürliche" Spalten in Fels und Holz bewohnt. Im Winter ist die Situation ähnlich. Als Ersatz für tiefe Spalten in Höhlen und oberirdischen Felsformationen wählen die Tiere gerne Keller, oberirdische Gewölbe, Lücken hinter Fassaden und Zwischendecken als Winterquartier. Auch bei der Wahl ihres Jagdhabitats ist die Zwergfledermaus nicht wählerisch. Gerne beutet sie Ansammlungen kleinerer Fluginsekten, etwa unter Straßenbeleuchtungen, aus.

Standort Burg:
Die Zwergfledermaus ist die am häufigsten nachgewiesene Art in Nürnberg. Auf dem Burggelände konnten schon Einzeltiere in der Dämmerung beobachtet werden, was wiederum auf eine geraume Zahl von Einzelquartieren und anderen Kleinquartieren hinweist. Augenzeugen berichteten auch von einem Einflug vieler Zwergfledermäuse an der Himmelsstallung um das Jahr 2007. Auch Funde einzelner Zwergfledermäuse im Winter weisen auf Winterquartiere auf der Kaiserburg in Aushöhlungen und Spalten der Mauern und Fassaden hin. In den Kasematten konnte noch keine Zwergfledermaus gefunden werden.

Zwergfledermaus | © Dr. Detlev Cordes



Insekten

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Der Siebenpunkt Marienkäfer gilt im Volksglauben als Glücksbringer. Tatsächlich leben die Käfer und ihre Larven räuberisch und sind daher sehr nützliche Blattlausjäger. Das Bild dokumentiert aber auch Pollen und Nektaraufnahme.

Siebenpunkt Marienkäfer | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Die Achateule gleicht in Ruhestellung einem vertrockneten Blatt. Sie ist ganzjährig zu beobachten, Häufigkeit und Generartionenfolge sind jedoch unregelmäßig.

Achateule | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Die fuchsrot behaarte Ackerhummel nistet nicht wie viele andere Hummelarten in Erdbauten, sondern oberirdisch, oft in Vogelnestern. Sie fliegt als eine der letzten Hummeln bis in den Spätherbst.

Ackerhummel | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen
Ackerhummel | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Der Ampfer-Wurzelbohrer ist ein rüsselloser Nachtschmetterling. Er verstreut seine Eier im Flug. Die daraus schlüpfenden Raupen fressen im Boden an den Wurzeln von Ampfer und Malven.

Ampfer-Wurzelbohrer | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen
Ampfer-Wurzelbohrer | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Der Bienenwolf gehört zu den Grabwespen. Er nistet in Sand und trägt gelähmte Honigbienen in sein Nest ein. Die Larven leben bis zur Verpuppung von diesen Vorräten.

Bienenwolf | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen
Bienenwolf | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Die Braune Wegameise gehört zu den staatenbildenden Insekten, den Ameisen, von denen etwa 15000 bekannt sind. Sie ist eine Baumbewohnende Art, die sich von Blattläusen ernährt.

Braune Wegameise | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Die Rothalsige Silphe ist ein unverwechselbarer Aaskäfer. Bei uns findet man diesen Käfer häufig an Hundekot im Burggraben.

Braunhals Aaskäfer | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Der Buchsbaumzünsler, ein ost-asiatischer Kleinschmetterling, wurde erst zu Beginn dieses Jahrhunderts nach Mitteleuropa eingeschleppt und hat sich hier zu einer invasiven Art entwickelt. Die Raupen können Schäden durch Kahlfraß an Buchsbäumen verursachen.

Buchsbaumzünsler | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Die Bunte Kammschnake legt ihre Eier in zerfallendem, morschem Holz ab, in dem sich die Larven entwickeln.

Bunter Kammschnake | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Der C-Falter, ein Tagfalter aus der Famile der Edelfalter, trägt auf der Unterseite der Hinterflügel deutlich das namensgebende C. Die Raupen fresssen vorwiegend an Brennesseln.

C-Falter | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Der Dachs-Kokonrüssler ist ein kleiner Vertreter der Familie der Rüsselkäfer. Er kommt bei uns fast überall vor, man findet ihn auf verschiedenen Kleegewächsen.

Dachs-Kokonrüssler | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Der Distelfalter ist ein allgemein bekannter Wanderfalter, der alljährlich aus dem Süden bei uns einwandert. Er besucht gerne Distelblüten, seine Raupen entwickeln sich ebenfalls überwiegend an Distelarten.

Distelfalter | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Der (Grotten-)Dunkelkäfer trägt seinen Namen nach seinen Fundstellen in Höhlen unter Steinen, Grotten und Kellern.

Dunkelkäfer | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Der Dunkle Fliegenkäfer gehört in die Familie der Weichkäfer, deren Körper und Flügeldecken nur schwach chitinisiert sind. Wegen ihrer bunten Färbung heißen sie im Volksmund Soldatenkäfer. Im allgemeinen leben die Käfer von anderen Insekten, ihre samtartig behaarten Larven fressen Schnecken.

Dunkler Fliegenkäfer | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Die frisch geschlüpfte Larve der Ohrzikade sitzt gut getarnt neben ihrer verlassen Chitinhülle, der sogenannten Exuvie.

Echte Ohrzikade Larve | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Das Weibchen der Waldschabe trägt ihr Eipacket mit sich. Sie ernährt sich von der zersetzenden Streuschicht unter Bäumen und in Kompost.

Waldschabe | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Eintagsfliegen treten selten in größerer Entfernung ihres Gewässers auf. Aus welchen Gründen sie es bis zur Kaiserburg geschafft hat, bleibt ungeklärt. Vermutlich fand ihre Entwicklung im Stadtparkweiher statt.

Familie der Eintagsfliegen | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Der Esskastanienbohrer ist ein Rüsselkäfer.

Esskastanienbohrer | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Eine Art aus der Familie der Taghafte; die Larven der Taghafte nennt man Blattlauslöwen, wegen ihrer unstillbaren Gier nach Blattläusen.

Familie der Taghafte | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

In den Nestern von Ameisen findet sich oftmals eine Anhäufung dieser Gebilde, die fälschlicherweise für Ameiseneier gehalten werden. In Wirklichkeit handelt es sich um Puppen.

Familie der Ameisen | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Das Gelege einer Brackwespenart; Brackwespen sind kleine bis mittelgrosse Wespen, die sich als Larven parasitisch von anderen Insektenlarven ernähren.

Familie der Brackwespen | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Feldwespen gehören zu den staatenbildenden Faltenwespen, die ihre Flügel in Ruhestellung längsgefaltet tragen. Die Feldwespe baut einjährige Nester mit Waben ohne schützende Umhüllung.

Familie der Feldwespen | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Haarmücken sind eine Familie der Zweiflügler. Etwa 50 Arten sind aus Europa bekannt. Ihr Aussehen ist Fliegen-ähnlich, ihre Antennen sind jedoch perlschnurartig, also ein klassisches Mückenmerkmal.

Familie der Haarmücken | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Eine Haubennetzspinne ist geradezu winzig im Vergleich zu ihrer erlegten Beute, einer Hornisse. Der Vergleich David gegen Goliath drängt sich bei diesem Naturdokument auf.

Familie der Haubennetzspinnen | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Rüsselkäfer sind eine der artenreichsten Familie der Käfer, mit etwa 1200 Arten. Die Wenigsten tragen einen deutschen Namen. Ihr Kopf ist mit einem mehr oder weniger langen Rüssel verlängert, der sie charakterisiert.

Familie der Rüsselkäfer | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Spannerraupen tragen, im Gegensatz zu anderen Schmetterlingsarten, nur zwei After-Füße. Sie bewegen sich in typischer Weise 'spannend' fort. Dabei wölbt sich der Körper bogenförmig hoch. In Ruhehaltung sehen viele verblüffend ästchenartig aus.

Familie der Spanner Raupe | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Eine Wegwespe hat eine Spinne gefangen und trägt sie als Nahrung für ihre Larven ein.

Familie der Wegwespen | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Eine weitere Art aus der Ordnung der Netzflügler ist die Florfliege Dichochrysa ventralis - ohne deutschen Namen.

Familie der Florfliegen | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Die Langhornmücke ist auffällig durch ihre extrem langen Fühler, die namensgebend waren.

Familie der Langhornmücken | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Die Raubfliegen sind räuberische Fliegen, die andere Insekten in der Luft jagen, fangen und aussaugen.

Familie der Raubfliegen | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Ein Vertreter der Blattrüssler ist dieser irisierend grün-beschuppte Rüsselkäfer.

Familie der Rüsselkäfer | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Die Tanzmücke Chironomus plumosus fasziniert bei vergrößerter Betrachtung durch die Form ihrer Fühler, die bürstenartig behaart sind.

Familie der Tanzmücken | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Die Gammaeule fliegt sowohl tags als auch nachts und liebt Gartenblumen. Sie ist leicht erkennbar an ihrer Flügelzeichnung in Form des griechischen Buchstaben Gamma.

Gammaeule | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Die Gartenhummel, eine ziemlich kleine Art, die bereits früh im Jahr und oft nur bis Juli zu beobachten ist. Sie nistet oberirdisch z.B. in Nistkästen und alten Vogelnestern.

Gartenhummel | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Die Gelbe Bandeule bildet nur eine Generation im Jahr, deren Falter sehr ausgedehnt von Juni bis September fliegen. Der nachtaktive Falter wird von künstlichen Lichtquellen angelockt.

Gelbe Bandeule | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Gemeine Eichenschrecke - Meconema thalassinum (De Geer, 1773)


Feuerwanzen in Paarung; diese hindert das Weibchen nicht eine Schmetterlingsraupe auszusaugen.

Gemeine Feuerwanze | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Die Gemeine Florfliege, ein hellgrüner Blattlausjäger, verfärbt sich im Herbst rötlich und sucht zur Überwinterung Schutz in Häusern.

Gemeine Florfliege | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Die Gemeine Goldwespe kann als 'Schönheit' bezeichnet werden. Sie parasitiert vor allem Lehmwespen und ist auf der Suche nach deren Nestern auf den Mauern der Burgareale zu beobachten.

Gemeine Goldwespe | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Neben den acht staatenbauenden heimishen Wespenarten in Deutschland haben es nur zwei Arten auf unsere Nahrung abgesehen: Die Gemeine Wespe und die Deutsche Wespe.

Gemeine Wespe | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Die Hainschwebfliege (auch: Gemeine Winterschwebfliege) bildet oft Wanderschwärme. Sie ist häufig in Gärten zu beobachten. Ihre Larven sind Blattlausjäger und daher nützlich.

Gemeine Winterschwebfliege | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Der Gemeine Ohrwurm trägt vollentwickelte Flügel, wobei die Hinterflügel unter den Deckflügeln versteckt sind, jedoch erkennbar etwas herausragen. Der Name kommt daher, dass die rundlich gebogenen Zangen am Hinterleib der Männchen wie ein Nadelöhr aussehen. Die Zangen der Weibchen dagegen sind gerade. Sie werden genutzt zum Beutefang, bei der Paarung, zum Flügel entfalten und zur Feindabwehr.

Gemeiner Ohrwurm | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Der Gemeine Rosenkäfer zeigt eine variable Färbung der Oberseite von grün bis golden. Die Käfer fliegen von April bis September und sitzen gerne an Blüten. Sie sind gesetzlich geschützt.

Rosenkäfer | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Die Grüne Waffenfliege ernährt sich trotz ihres Furcht einflössenden Namens nur von Nektar und Pollen. Auffällig sind ihre dicht behaarten Augen.

Goldgrüne Waffenfliege | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Der Große Fuchs ähnelt dem kleinen Fuchs, ist aber deutlich größer und seine Grundfarbe bräunlicher. Er gehört zu den sogenannten Edelfaltern.

Großer Fuchs | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Der Große Sattelkanker ist mit einer Körperlänge von 7 bis 10.5mm einer der größten heimischen Weberknechte. Bis vor kurzem in Mitteleuropa selten, breitet er sich zunehmend im Siedlungsbereich aus.

Großer Satterlkanker | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Der Hauhechel-Bläuling, hier eine schön gefärbte Weibchenform, kann von April bis September in mehreren Generationen beobachtet werden. Seine Raupen leben an verschiedenen Kleearten.

Hauhechelbläuling | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Die Honigbiene unterscheidet sich von allen anderen Bienenarten durch die sehr lange, schmale Radialzelle (siehe Pfeil) die bis zur Flügelspitze reicht.

Honigbiene | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Die Hornisse - zur ungefährlichen Nah-Betrachtung im Portrait - ist unsere größte Faltenwespe. Sie jagt bevorzugt Wespen und nistet u.a. in Bäumen, Höhlen und Schornsteinen, jährlich wird ein neues Nest gebaut.

Hornisse | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Der Kiefernschwärmer hat seinen Lebensraum bevorzugt im Reichswald. Als flugstarker Falter ist er aber auch im Stadtbereich hier und da, in der Dämmerung bevorzugt an Blüten, zu beobachten.

Kiefernschwärmer | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Der Kleine Zangenbock ist ein Vertreter der Famile Bockkäfer. Die Larven leben unter der Rinde von Nadelhölzern. Die Käfer sind bei uns von April bis August auf Blüten zu beobachten.

Kleiner Zangenbock | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Die Raupe der Kompasslatticheule, eines Nachtschmetterlings, ruht gut getarnt an den Stengeln des Kompasslattich, dessen Blütenknopsen und Früchte sie verzehrt.

Kompasslatticheule Raupe | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Das Landkärtchen trägt auf den Flügelunterseiten ein Gittermuster aus hellen Adern und Querlinien auf rotbraunem Grund, worauf der Name basiert. Es tritt in zwei Generationen auf, einer helleren Frühjahr - und einer dunkleren Sommerform.

Landkärtchen | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Der Längsfleckige Marienkäfer ist an seiner Färbung gut zu erkennen und von anderen Marienkäfern zu unterscheiden. Er gehört zu den größten einheimischen Arten.

Längsfleckiger Marienkäfer | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Der Malven-Langrüssler, eine eingewanderte Art, wurde an Stockrosen im Küblerzwinger der Stadtmauer in Anzahl gefunden.

Malven-Langrüssler | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Die Larve (Nymphe) der Marmorierten Baumwanze trägt noch nicht voll entwickelte Flügel.

Marmorierte Baumwanze | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen
Marmorierte Baumwanze Larve | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Die Messingeule ist auffällig durch ihre metallisch glänzenden Bänder von grün bis tiefgold. Ihr Auftreten ist stark rückläufig. Die Raupen leben an Brenneseln, Taubnesseln und anderen Lippenblütlern.

Messingeule | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Der Gesang des Nachtigall-Grashüpfer klingt eher weniger wie der einer Nachtigall, sondern laut und metallisch und erinnert an einen altertümlichen Zahnarztbohrer.

Chorthippus biguttulus | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Die Punktierte Wollbiene nistet in Erdhöhlen, aber auch in Mauerlöchern, wie sie im Burggraben zu finden sind. Sanierungsmaßnahmen führen zum Verlust dieser Nistmöglichkeiten.

Punktierte Wollbiene | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Die Punktierte Zartschrecke ist erkenntlich an ihrer dichten Schwarzpunktierung, sie lebt gut getarnt in Brennesselbeständen des Burgbereiches. Sie gehört zur Familie der Laubholzschrecken.

Punktierte Zartschrecke juvenil | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen
Punktierte Zartschrecke | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Die Rhododendronzikade gehört zu den Zwergzikaden. Die roten Streifen auf den Vorderflügeln machen sie unverwechselbar. Sie stammt aus Nordamerika und lebt bei uns auf Rhododendron.

Rhododendronzikade | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Die Rosskastanienminiermotte ist ein Kleinschmetterling aus der Familie der Miniermotten. Die Raupen entwicklen sich in den Blättern der weißblühenden Rosskastanie und verursachen das gezeigte Schadbild. Die Bäume können weniger Nährstoffe aufnehmen, was zu einer schädigung führt, allerdings wurde noch kein Absterben beobachtet.

Rosskastanienminiermotte | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Der Rostfarbige Dickkopffalter fliegt in einer Genration von Mai bis August. Raupenfutterpflanzen sind verschiedene Süßgräser, zum Nektarsaugen werden Disteln bervorzugt.

Rosafarbener Dickkopffalter | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Der Rotgelbe Weichkäfer bei der Paarung auf einem Doldenblütler. Aus Mitteleuropa sind zahlreiche Arten aus der Familie Weichkäfer bekannt, die nur schwer mithilfe von Genitaluntersuchungen zu unterscheiden sind.

Rotgelber Weichkäfer | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Das Rothalsige Getreidehähnchen gehört zur Familie der Blattkäfer. Käfer und Larven fressen zwischen den Blattnerven von Gras- und Getreidehalmen.

Rothalsige Getreidehähnchen | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Für den Rotkragen-Flechtenbär, einem nachtaktiven Schmetterling, war der deutlich sichtbare rote Halskragen namensgebend. Seine Raupen ernähren sich von Flechten.

Rotkragen Flechtenbärchen | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Die Raupe des Schwalbenschanz ist wunderschön gefärbt. Sie ist je nach Standort an unterschiedlichsten Schirmblütlern zu finden, auch an kultivierten Arten wie Möhre, Weinraute, Pastinak und Dill.

Schwalbenschwanz | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen
Schwalbenschwanz Raupe | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Der Schwarze Schnellläufer gehört zur Familie der Laufkäfer. Der Käfer liebt sandige, trockene Stellen, wie sie im Bereich der Kaiserburg häufig zu finden sind.

Schwarzer Schnellläufer | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Staubhafte sind eine Famile der Netzflügler, 22 Arten leben in Mitteleuropa. Untypisch für Netzflügler sind die Flügel der Staubhafte nicht transparent, sondern mit Wachsstaub überzogen. Sie ernähren sich räuberisch von Blatt- und Schildläusen, sowie Milben.

Staubhaft | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Das Taubenschwänzchen ist ein Wanderfalter aus der Familie der Schwärmer. Es ist tagaktiv und steht oft saugend vor Blüten in der Luft. Es nimmt in ähnlicher Weise vor den Mauern der Burg in der Luft Sonnenbäder.

Taubenschwänzchen | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Der Totengräber gehört zur Familie der Aaskäfer. Das abgebildete Exemplar wird von Milben, die nicht parasitieren, sondern sich zu Futterplätzen tragen lassen, bevölkert.

Totengräber | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Der Große Totenkäfer führt ein heimliches Leben in unterirdischen Räumlichkeiten und den Kasematten der Burg, aber auch an unaufgeräumten Örtlichkeiten. Sein Name rührt daher, daß er früher wohl auch in Räumen auftauchte, in denen Leichen aufgebahrt wurden. Man vermutet, daß diese südliche Art schon im Mittelalter mit den Kaufmannszügen nach Nürnberg kam.

Großer Totenkäfer | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen
Großer Totenkäfer | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Die Vierstreifige Dickkopffliege bei der Paarung.

Vierstreifige Dickkopffliege | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen
Vierstreifige Dickkopffliege | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Die Violettbraune Kapseleule ist ein nachtaktiver Schmetterling, der gerne an Blüten saugt. Die Raupen ernähren sich von Blüten und Fruchtkapseln ihrer Futterpflanzen, wie Leimkraut, Licht-/Pechnelken und Natterkopf

Violettbraune Kapseleule | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Der Wadenstecher gehört zur Familie der Echten Fliegen. Beide Geschlechter saugen Blut, auch beim Menschen.

Wadenstecher | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen

Der Zimtbär ist wie alle Bärenspinner gesetzlich geschützt. Er ist nachtaktiv und wird von künstlichem Licht angezogen.

Zimtbär | © Leo Weltner / Kreis Nürnberger Entomologen



Vögel

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Allgemeines:

Mauersegler sind Zugvögel, die in den Sommermonaten, ab Mai bis August, in Deutschland brüten.


Lebensraum:

Diese Vogelart brütet in Felsspalten und Mauernischen. In den vergangenen Jahrhunderten hat sie menschliche Siedlungen erobert und nutzt die Spalten und Nischen an Gebäuden.

Standort Burg:

An der Burg sind Mauersegler sehr gut in der Luft zu beobachten, wenn sie balzen und auf Nahrungssuche sind. Man erkennt sie an ihren typischen zriii-Lauten. Am Fünfeckturm und am Burgamtsmanngebäude wurden spezielle Nistkästen für diese Vogelart installiert.

Mauersegler | © Hans Glader / piclease

Allgemeines:

Wanderfalken besiedeln nahezu alle Landschaftstypen, sofern sie ein ausreichendes Angebot an Beutetieren (vor allem mittelgroße Vögel) und Brutmöglichkeiten bieten. Die Population in Nürnberg brütet an Fernsehtürmen, Industrieschloten oder Hochhausfassaden. 

Lebensraum:

Wanderfalken haben das größte Verbreitungsgebiet weltweit und sind auf allen Kontinenten außer der Antarktis anzutreffen. Im größten Teil des Verbreitungsgebietes sind Wanderfalken Felsbrüter. In den letzten Jahren haben sie auch hohe Gebäude in Städten für ihre Brut besiedelt.

Standort Burg:

Viele Jahre brütete der Turmfalke hoch auf dem Heidenturm an der Südseite der Kaiserburg. Von 2011 bis 2012 wurde der Heidenturm saniert. Für den dort regelmäßig brütenden Turmfalken musste daher für den Zeitraum der Sanierung ein Ersatzquartier als Ausgleichsmaßnahme im obersten Bereich des Sinwellturms geschaffen werden. Erfreulicherweise ist dieses Ersatzquartier seit Anfang 2013 regelmäßig von dem noch selteneren Wanderfalken besetzt. Der Wanderfalke ist eine gefährdete Art, für die Bayern gemäß der Bayerischen Biodiversitätsstrategie eine besondere Verantwortung übernommen hat. An seinem Kunstfelsen „Sinwellturm“ findet unser Wanderfalkenpaar hervorragende Bedingungen für erfolgreiche Bruten vor: Einen weiten Blick über sein Revier, gute Anflugmöglichkeiten und Sitzwarten, wärmende Sonnenstrahlen für das frühe Brutgeschäft und ein reiches Nahrungsangebot.

Zur Wanderfalken-Live-Kamera

Der Wanderfalke ist ein seltener Brutvogel, Die aktuelle Bestandsschätzung für Bayern liegt bei ca. 210-230 Brutpaaren. Der außeralpine Bestand wird auf > 150 Brutpaare geschätzt. Insgesamt ist der Bestand auch durch die Anstrengungen des seit 1982 laufenden Artenhilfsprogramms angestiegen. (Quelle: Brutvogelatlas 2012)

Wanderfalke | © Wolfgang Lorenz



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