Historischer Pflanzenbestand auf der Nürnberger Burg

In der Geschichte der Kaiserburg sind zahlreiche Gartenanlagen bekannt geworden. Bereits die älteste Darstellung der Kaiserburg von 1425 zeigt einen Baumgarten mit einem geflochtenen Zaun.

Kaiser Friedrich III. (1440-1493) ließ auf der Südseite des Palas in Anlehnung an die Gärten der morgenländischen Königin Semiramis „Hängende Gärten“ anlegen, die von steinernen Pfeilern gestützt wurden. In ihnen gediehen Blumen, kleine Obstbäume und Wein.

Johann Georg Volckamer, liefert mit seiner im Jahr 1700 erschienenen „Flora Nürnbergs“ eine der ersten Gebietsfloren Frankens mit genaueren Standortangaben. Der studierte Mediziner wurde 1685 Mitglied des „Collegium medicum“ sowie der „Kaiserlichen Academie der Naturforscher“. In diesem „Collegium medicum“ waren botanische Exkursionen in die Gegend um Nürnberg, sogenannte Herbationes, eingeführt worden, an denen sich sowohl Ärzte wie auch Apotheker, einzelne Ratsmitglieder und Studenten beteiligten. Die Ergebnisse dieser „Herbationes“ wurden zusammen mit einer Bestandsaufnahme der fremdländischen Gartengewächse in einem Buch veröffentlicht.

Titelseite der Flora Volckamers (1700):

Besondere Arten

Der Stadtgraben am Vestnertor um 1895. So sah August Friedrich Schwarz die Nürnberger Burg.
Der Stadtgraben an der Kaiserstellung (um 1895).
Stadtgraben an der Burg (um 1900).
Stadtgraben an der Burg (wohl um 1900)